MONTSERRAT - Insel der Wärme

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Auf der kleinen Karibikinsel Montserrat, der südlichsten der Leeward-Inseln, entfesselten sich 1995 vor den Augen der Weltöffentlichkeit schier unvorstellbare Naturkräfte. Der seit 18.000 bis 20.000 Jahren erloschene Vulkan der Insel brach mit einer unvorstellbaren Urgewalt aus.

Es begann mit einem Erdbeben und endete in einer gigantischen Aschenwolke, die aus den Soufriere-Hügeln im Südteil der Insel aufschoss. Die Hauptstadt Plymouth, einst eine liebenswürdige georgianische Stadt, ist jetzt eine Geisterstadt, begraben unter fast einem Meter dichter Vulkanasche. Der Fluss in einer nahegelegenen Schlucht ist nur noch ein solider, sechs Meter tiefer Block aus Asche. Die Bewohner Montserrats sind während des Ausbruchs in eine ausgewiesene Sperrzone in die Nordhälfte der Insel ausgewichen oder auf die ca. 43 km entfernte Insel  Antigua gezogen. Von den ursprünglich 11.000 Einwohnern wohnen jetzt nur noch etwa 4.000 auf der Insel Montserrat.

Laut wissenschaftlicher Gutachten über die Vulkanaktivität auf der Insel sind Reisen in die nördlichen Gebiete unbedenklich. Über den Link zum  Montserrat Vulkan Observatorium, das den Soufriere Hill ständig überwacht, finden Sie interessante und aktuelle Informationen und Bilder, sowie eine Risiken-Karte. Hier finden Sie interessante Details zu dem Vulkanausbruch im Jahre 1995.

   Karte Montserrat

 

Doch Montserrat ist alles andere als erledigt. Besucher – die Insel hat zahlreiche treue Anhänger – finden auch jetzt noch in den Wäldern und Hügeln eine üppige Flora mit Hibiskus, Bougainvillea, Orchideen und Farnen vor, die in den dunklen Böden der Windward-Inseln gedeihen. Auch die Vogelwelt mit ihren Drosseln, Kuckucksvögeln, Bananaquits, Reihern, Eisvögeln und drei Kolibriarten hat den Ausbruch relativ unbeschadet überstanden. Es wurde und wird von den Eigentümern alles nur Mögliche getan, um die entstandenen Schäden zu beheben.

Fast alle Strände auf Montserrat sind schwarze Vulkanstrände, mit einer Ausnahme; das Tauchen in den Korallenriffen an der Nordküste ist ein besonderes Erlebnis. Von Rangers überwachte Naturpfade eröffnen dem Besucher die wahre Vielfalt und den Reichtum der tropischen Pflanzen- und Tierwelt auf der Insel Montserrat. Interessante Führungen zeigen den Besuchern die Auswirkungen urzeitlicher und neuerer Vulkanausbrüche auf der Insel..


Die Insel Montserrat hat sich in den letzten Jahren, sowohl vor als auch nach dem Vulkanausbruches wegen seines milden Klimas und ihres liebenswürdigen Charmes wegen zu einem beliebten „Altersruhesitz“ für Amerikaner, Kanadier und Briten entwickelt. Die Insel ist heute ein britisches Überseeterritorium, eine der letzten selbstverwalteten britischen Kolonien in der Karibik.

Seit dem 12. Juli 2003 gab es wieder stärkere Vulkanaktivitäten mit Lavaströmen bis hinab zum Meer. Die Folge war, dass die ganze Insel von einer dicken Schicht Vulkanasche überzogen wurde. Dadurch war natürlich auch die bewohnte Zone im Norden der Insel stark beeinträchtigt. Mittlerweile wurden nun die  Straßen, Hausdächer und Wohnanlagen gereinigt, die Gärten neu angelegt und bepflanzt, kurz gesagt, die Insel lebt wieder auf. Hotels wurden mittlerweile renoviert und wiedereröffnet oder stehen kurz vor der Eröffnung. Urlaubsgäste aus anderen Ländern kehren wieder nach Montserrat zurück, um dort ihre Ferien zu verbringen. Von der Nachbarinsel Antigua kommen Tagesbesucher um Inseltouren zu unternehmen und mehr vom Leben auf Montserrat zu erfahren.

Zur Zeit rumort der Vulkan wieder, hier Bilder vom März/April 2006, hier Bilder der Woche, manchmal kommt es zu leichten Aschefällen, die jedoch nur gelegentlich die bewohnte Zone erreichen. Die Insel Montserrat bietet nach wie vor einen ruhig-heiteren Kontrast zu anderen Urlaubszielen, die vielleicht populärer und lebhafter sind. Doch Besucher werden auf Montserrat mit einer Gastfreundschaft empfangen, die ihresgleichen sucht.


WISSENSWERTES ÜBER MONTSERRAT


Fotogalerie - Insel Montserrat

Montserrat - vom Meer aus zum Zeitpunkt des Vulkan-Ausbruches
Montserrat - gewaltiger Ausbruch
Montserrat - wenige Minuten nach dem Ausbruch
Montserrat - in einer Wolke aus Asche
Montserrat - der Wunsch nach einer Reinigung drängt sich auf
Montserrat - Flug über den Soufrier Hill  -Bild 01-
Montserrat - Flug über den Soufrier Hill  -Bild 02-
Montserrat - Flug über den Soufrier Hill  -Bild 03-
Montserrat - Flug über den Soufrier Hill  -Bild 04-
Montserrat - Flug über den Soufrier Hill  -Bild 05-
Montserrat - Flug über den Soufrier Hill  -Bild 06-
Montserrat - der Norden der Insel
Montserrat - vom Meer aus  -Bild 01-
Montserrat - vom Meer aus  -Bild 02-

 

 

 



Die Anzahl der Unterkünfte (Hotels, Villen und Apartments) ist beschränkt. Die Anreise erfolgt in der Regel über Flughäfen auf den Nachbarinseln, danach per Fähre oder Hubschrauber auf die Insel. Doch das herzliche Willkommen und die stillen Wonnen, die Sie dort erwarten, machen Ihre Reise jede Mühe wert.

Am Besten Sie senden uns eine Reiseanfrage mit Ihren Daten, Wünschen und Vorstellungen, dann finden wir mit Sicherheit das Richtige für Sie.

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